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„40 Jahre CDU Oberaula sind Anlass, Rückschau zu halten, Vergangenes zu analysieren und in die Zukunft zu blicken“, sagte Dieter Groß, Vorsitzender der Oberaulaer Christdemokraten in der Feierstunde im Hotel zum Stern. Gekommen waren trotz des angekündigten Schneefalls mehr als 100 Gäste, die musikalisch vom Oberaulaer Posaunenchor begrüßt wurden. Zuvor fand ein Sektempfang statt, der mit einer Ausstellung über die Aktivitäten, Initiativen und Wahlergebnisse sowie über „Veranstaltungen ohne Politik“ verbunden war und einen Einblick in die letzten 40 Jahre ermöglichte.

 

Die Liste der Ehrengäste war lang, die der Vorsitzende zu Beginn seiner Ausführungen begrüßte. Besonders hieß er die Gründungsmitglieder Hans-Eppo Freiherr von Dörnberg (Hausen), Heinz Herget, Robert Lauer, Georg Nierula und Horst Schäfer (alle Oberaula) willkommen, die am 03.03.1970 den Grundstein gelegt hatten. Gemeinsam mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Bernhard Jagoda (Schwalmstadt), der als Geburtshelfer und Pate maßgeblich an der Gründung beteiligt war, wurden sie im Laufe des Abends für ihr Engagement und ihre Treue geehrt. Aus den Händen des CDU-Kreisvorsitzenden Bernd Siebert (Gudensberg) empfingen sie außerdem die silberne Ehrennadel und eine Urkunde für ihre 40jährige Zugehörigkeit zur Union. Für mehr als 25jährige Mitgliedschaft wurde Gerhard Lipphardt (Oberaula) mit der Ehrennadel in Bronze und einer Urkunde ausgezeichnet.
Urkunde

Die Festansprache hielt Mark Weinmeister (Guxhagen), Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In seinen Ausführungen ging er unter anderem auf die Entstehung der CDU-Stadt- und Gemeindeverbände in Nordhessen ein und machte deutlich, dass das Gemeinwohl ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren könne. Dabei zeigte er auch die Unterschiede der Wahrnehmung in der Bevölkerung beim Engagement in Vereinen und in den politischen Parteien auf. Als Dank für seine Ansprache erhielt er einen vom Oberaulaer Rechenmacher Karl Stein hergestellten Rechen, um „ein richtiges Handwerkszeug bei seinem Aufgaben im Ministerium nutzen zu können“, wie Dieter Groß bei der Übergabe erklärte.

Die ehemalige Vorsitzende der Oberaulaer CDU, Helga Völker, skizzierte in ihrem Rückblick das Auf und Ab der Kommunalwahlergebnisse aus den vergangenen 40 Jahren. In ihren Ausführungen erinnerte sie auch an die bereits verstorbenen Vorsitzenden Karl Stiebing und Dieter Pfalzgraf, der im Jahr 1974 erster hauptamtlicher Bürgermeister von Oberaula wurde.

Außerdem berichtete sie über den ab Anfang der 80er Jahre veranstalteten Winterball, der anfangs jährlich, danach im Zweijahres-Rhythmus in der Oberaulaer Mehrzweckhalle stattfand. Durch die Nutzung des Vorraumes als Jugendraum fehlte der notwendige Platz für die Garderobe und die große Tombola, so dass das Angebot eingestellt werden musste. Ferner betonte sie, dass das umfangreiche Veranstaltungsangebot von vielen Einwohnern Oberaulas angenommen wird und dabei die Parteizugehörigkeit keine Rolle spiele. Besonders erwähnte sie das jährliche Sommerfest und die Jahresfahrt sowie die Sternwanderung aus allen Ortsteilen der Knüllgemeinde. Um über die politische Arbeit vor Ort zu informieren, werden regelmäßig Bürgergespräche in allen Ortsteilen angeboten. Helga Völker erinnerte an mehr als 100 Oberaula-Kurier, die seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1997 herausgegeben wurden und mit dem alle Einwohner informiert werden. Ferner stellt sie heraus, dass die CDU seit 2002 jährlich den Preis für beispielhaftes Bürgerengagement vergibt, um das besondere Engagement von Einzelpersonen oder von Gruppen zu würdigen.

Den Reigen der Grußworte eröffnete Neukirchens CDU-Vorsitzender Jürgen Lepper, der im Namen aller angrenzenden Stadt- und Gemeindeverbände der CDU sprach. Für die Vereine Oberaulas überbrachte Dr. Hermann Kurz ein Grußwort. Die Zuwendungen, die an diesem Abend übergeben wurden, sollen nach Auskunft von Dieter Groß für Projekte in der Knüllgemeinde verwendet werden.

Der von den Oberaulaer Landfrauen Anneliese Neumann und Marlies Wagner-Gebauer vorgetragene Sketch über das Blühen der Kartoffelpflanzen auf dem Acker wurde ebenso wie die musikalischen Beiträge des Posaunenchores unter der Leitung von Martin Koch mit viel Beifall der Anwesenden bedacht. Mit dem vom Posaunenchor dargebotenen Geburtstagsmarsch endete die offizielle Feierstunde und ging in ein gemütliches Beisammensein über, das erst nach Mitternacht endete.